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Die Nebenwirkungen
06.02.2026 | 20:00 | Wiener Burgtheater
Das sogenannte „Tocqueville-Paradoxon“, das Alexis de Tocqueville 1835 in seinem Buch „Über die Demokratie in Amerika“ entwickelt hat, besagt, dass die Wut über und der Widerstand gegen Privilegien und Ungerechtigkeit zunimmt, je mehr die Ungerechtigkeiten selbst abnehmen. Wenn überall nichts als Ungerechtigkeit herrscht, so der Erfinder der modernen Politikwissenschaft, dann fällt die einzelne Ungleichheit nicht weiter ins Auge, während in einer Situation weitestgehender Gleichheit noch die geringste Abweichung unerträglich ist.
Im Elternbeirat der progressiven Privatschule, an der Jonathan Spectors Stück spielt, wird tagaus tagein hart daran gearbeitet, noch die letzten Unterschiede sichtbar und verschwinden zu machen. Jede r soll sich willkommen, gehört und gesehen fühlen an dieser Schule fürs bessere Leben. Als das Gremium beim Ausbruch einer Mumps-Epidemie mit einer Verordnung der Schulbehörde konfrontiert wird, die besagt, dass fortan nur noch geimpfte Schüler innen am Unterricht teilnehmen dürfen, gerät die gut eingespielte Konsens-Demokratie allerdings in Turbulenzen.
Jonathan Spectors Tragikomödie, die bereits 2018 entstanden ist, treibt alle Unversöhnlichkeiten der letzten Jahre noch einmal auf die Spitze und macht die dahinter drängenden Fragen sichtbar: Was verstehen wir unter Demokratie? Wie wollen wir Entscheidungen treffen? Welche Möglichkeiten der Mitwirkung und Teilhabe soll es dabei geben? Haben die Interessen der Gemeinschaft ihre Grenzen an der individuellen Freiheit? Oder doch eher umgekehrt?
Dauer und Pausen: 2 Stunden - keine Pause
Programm
Die Nebenwirkungen
von Jonathan Spector
Aus dem amerikanischen Englisch von Frank Heibert
Ort
Wiener Burgtheater – Die Bühne der großen Dramen und zeitlosen Klassiker
Das Wiener Burgtheater, oft als die „erste Bühne Österreichs“ bezeichnet, ist eines der bedeutendsten und renommiertesten Sprechtheater Europas. Gegründet im Jahr 1741, prägt es seit Jahrhunderten die deutschsprachige Theaterlandschaft und steht für künstlerische Exzellenz, literarische Klassiker und zeitgenössische Inszenierungen.
Die prachtvolle Architektur des Gebäudes an der Ringstraße macht das Burgtheater zu einem der schönsten Theater der Welt. Auf seiner Bühne werden die Werke großer Dramatiker wie Goethe, Schiller, Shakespeare, Arthur Schnitzler, Thomas Bernhard oder Elfriede Jelinek in einzigartigen Inszenierungen zum Leben erweckt. Mit einem erstklassigen Ensemble und innovativen Regiekonzepten verbindet das Burgtheater Tradition mit Moderne und begeistert jährlich tausende Theaterliebhaber.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
U-Bahn:
- U2 – Station Rathaus (ca. 5 Minuten zu Fuß)
Straßenbahn:
- Linien 1, D, 71 – Haltestelle Rathausplatz/Burgtheater
- Linien 2, 46 – Haltestelle Dr.-Karl-Renner-Ring
Bus:
- Linie 13A – Haltestelle Theater in der Josefstadt (ca. 10 Minuten Fußweg)
Dank der zentralen Lage an der Wiener Ringstraße ist das Burgtheater leicht erreichbar.
Burgtheater Wien – Wo Theaterkunst auf höchstem Niveau lebt
Mit seinen eindrucksvollen Inszenierungen, seinem erstklassigen Ensemble und seiner langen Geschichte ist das Burgtheater das kulturelle Herz Wiens und ein Muss für alle, die die Magie des Theaters erleben möchten.
Termine Februar 2026
Wien, Wiener Burgtheater Weitere Veranstaltungen im Spielort
Adresse: Universitätsring 2
1010 Wien
Österreich
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